28.04.2026 Ab ins Kino zur NRW-Premiere!

Blick durch den dunklen Kinosaal auf die helle Leinwand mit einem Standbild. Darauf die beiden Hauptdarsteller, ihre Namen der Titel des Films „Der Frosch und das Wasser“ und rechts daneben der Schriftzug Herzlich Willkommen zur NRW-Premiere. Vor der Leinwand stehen viele Menschen auf der Bühne, die bei der Produktion des Films mitgewirkt haben.

Am 28. April war es so weit: NRW-Premiere des Films „Der Frosch und das Wasser“. 11 Mitglieder unserer Gruppe und zwei Gäste nutzten die Gelegenheit, den Film vor dem offiziellen Filmstart anzuschauen und noch einige Worte zu Cast & Crew mitzunehmen.

Vorab trafen wir uns zu Speis und Trank im Herbrands und gerieten dort an einen sehr netten Kellner. Gut gelaunt gingen wir ins Cinenova. Drei unserer Jugendlichen hatten wir auf die Gästeliste setzen lassen. Sie waren sichtlich stolz, sich als VIP’s am Counter anmelden zu dürfen.

Für 13 Personen Popcorn und Getränke zu besorgen, nahm etwas Zeit in Anspruch. Leider war die Mitarbeiterin am Verkauf nicht besonders geduldig und tat ihren Unmut lautstark kund. Ansonsten war es ein rundum gelungener Abend.

Dank unserer T-Shirts wurden wir als Gruppe wahrgenommen und hatten noch einen kleinen VIP-Moment am Einlass: „Caritas darf vor! … Und die grünen T-Shirts dürfen auch vor!“ Beste Plätze also für unsere große Gruppe!

Der Film hat uns sehr gut gefallen. Hier einige O-Töne:

Vera: „Ein Film, der ohne viele Worte auskommt und von Blicken und den Momenten zwischen den Zeilen lebt. Eine großartige Geschichte über die Enge des Alltags, Träume und Ausbrüche, Bevormundung und wahrhaftige Zugewandtheit. Besonders gefallen haben mir die Wechsel zwischen 4:3- und 21:9-Format. Und als Architektin schreibe ich mir in mein Aufgabenheft: Wohnheime bauen, die nicht nach Krankenhaus aussehen.“

Iris: „Meine Tochter Jana (19 Jahre) fand den Film sehr gut und lustig. Mit den Untertiteln hatte sie ein wenig Probleme, sie so schnell zu lesen. Ihr ist aufgefallen, dass Buschi Wasser mag und immer schwimmen wollte, aber nicht konnte und der Japaner zum Schluss mit ihm im Meer war. Einfach machen! Ich persönlich fand den Film ganz nett, zeitweise etwas zu langgezogen. Das Thema an sich super wichtig: ‚Selbstbestimmt‘ zu leben und Dinge zu erleben die einen glücklich machen auch ohne vieler Worte. Ich bin mir nicht sicher, ob es Menschen ebenso sehen, die keine Berührungspunkte mit Menschen mit Behinderung haben.“

Mattia (14 Jahre): „Also ich fand es einfach alles toll. Ich fand den Film toll. Auch den Titel fand ich toll. Und den Inhalt fand ich toll. Ich hab das noch nicht gewusst mit Japan und China. Man kann das etwas verwechseln. Mit den Schriftzeichen. Die haben fast dieselben Zeichen. Die sehen ähnlich aus. Den Schauspieler mit der Behinderung fand ich toll. Den Namen weiß ich nicht mehr. Der hat das einfach super hingekriegt. Ich fand’s auch ein bisschen lustig, weil er den einen nass gemacht hat. Ich glaube, ich würde den Film nochmal gucken. Es war ein schöner Abend.“ (zusammengefasstes Interview)

T.: „Ein Japaner kommt mit dem Verlust des jüngeren Bruders nicht klar. Er hält in der Hand zwei Reisepässe fest und seine Mutter ermutigt ihn, die geplante Reise ohne seinen Bruder einzutreten. Im schönen japanischen Garten schaut er nachdenklich ins Wasser. Im Spiegelbild des Wassers sieht man einen Mann mit Down-Syndrom, der ebenfalls ins Wasser schaut. Die imaginäre Verbindung wird angedeutet. Wie vom Schicksal zusammengeführt, beginnt eine fast unglaubliche Geschichten zwischen den beiden in Köln. Sie büxen aus und erleben zusammen ein Abenteuer, ohne ein Wort zu sprechen. Der Film ist sehr zu empfehlen, macht nachdenklich, auch über mehrere Tage hinaus, berührt durch die Handlung und Natur, Gedanken schweifen nach, man spürt im Film Drang nach Freiheit und Ausbrechen und Dankbarkeit, dass die beiden sich so gefunden haben.“